Dienstag, 24. März 2020

Hose Anke by Schnittmuster Berlin / Zuleeg

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Der Frühling steht in den Startlöchern. In diesem Jahr leider nicht so unbeschwert und leicht, wie sich diese Jahreszeit gewöhnlich anfühlt. Trotz allem, zu Hause und auf der Suche nach etwas Normalität mache ich hier weiter. Mit der neuen Spring / Summer-Collection von @Zuleeg. 

Eine lässige Cotton-Linen Qualität in ganz wundervollen Farben.

Ich zeige Euch die leicht schwerere Variante für Hosen (225g/m) aus 60% Baumwolle und 40% Leinen in der Farbstellung "navy", vernäht zur Marlenehose Anke von Schnittmuster Berlin.  

Der Stoff ist perfekt für eine Leinenhose. Edel in der Optik, wundervoll in der Haptik und mit dem genau richtigen Stand für diese Hose.

Gerne hätte ich Euch eine Hochsommervariante mit Top und Riemchensandalen gezeigt. Denn das ist mein favourite für diesen Stoff und Schnitt. Dafür ist es leider noch zu kalt. Ich gehe aber davon aus, dass Ihr Euch das gut vorstellen könnt ;)

Genäht habe ich - bis auf das Kürzen der Hosenbeine - ohne Änderungen in Größe 38. On Top sind die fake-Pattentaschen. Eine Patte ohne Tasche. Ein schnell genähtes highlight, das den Aufwand von Innentaschen und deren stetiges in-Form-Bügeln erspart ;)

Die Hose ist wirklich einfach und schnell genäht und mit der bebilderten Nähanleitung im Blog von @Schnittmuster Berlin auch anfängertauglich. 

#stayathomeandsew

Alles Liebe, bleibt gesund!
 Manu

Stoff: Cotton / Linen Mix by Zuleeg /GmbH 
(60% Co. / 40% Li./ 225 g/m/ Breite 158/160m)

Schnittmuster: Hose Anke by Schnittmuster Berlin* 

*Schnittmuster und Stoff wurden mir zum Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt.

Freitag, 29. November 2019

Hoodie emilea by Schnittmuster Berlin

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Zwei professionelle Schnittmacherinnen und eine Idee. Ein gemeinsames Schnittmuster. Meine Handschrift, mein Stil, meine Detailverliebtheit. Ein "Manu-Teil", wie mein Mann sagen würde, verpackt in einem Schnitt von Ellen und Dagmar von @Schnittmuster Berlin. 

Die beiden haben meine Vorstellungen und meinen Entwurf in Passform und Design einhundertprozentig umgesetzt und ein Schnittmuster entwickelt, das zugleich meinen Anspruch an die Variabilität eines Basic-Schnitts erfüllt. Alles in allem typisch ich, typisch emilea. Der Name ist Programm.

Ihr könnt emilea als Hoodie oder als Sweater ohne Kapuze nähen. Der Halsausschnitt bleibt gleich, die Kapuze wird ohne veränderte Schnittteile nur durch ein Bündchen ersetzt. Ein Baukastensystem quasi. I like.

Meine highlights sind die Reißverschlusstaschen und Knopflöcher, die sich selbst und die Kordel perfekt in Szene setzen.

Damit sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.  Vom klassischen Hoodie bis zum edlen Sweater aus Jaquard oder schwerem Wolljerseys ist alles drin.
Ihr könnt die Teilungen  kontrastfarbig gestalten oder feine Akzente nur durch das Absteppen der Teilungsnähte, die Wahl der Knopflochfarbe, der Reißverschlüsse oder einen Materialkontrast der Ärmeltasche setzen. Last but not least könnt Ihr emilea natürlich auch ohne die eine oder andere Tasche nähen.




Ihr bekommt emilea als Papierschnittmuster im Mehrgrößen-Schnitt oder ebook. Eine bebilderte Nähanleitung findet Ihr auf dem Blog von @Schnittmuster Berlin.



Meine ganz eigenen Hinweise gibts natürlich hier on top:

Ihr könnt sowohl Endlos- als auch normale Reißverschlüsse verwenden. Für dicken Sweat verwende ich eine 6,5mm Raupe. Das finde ich stimmig. Bei edleren Materialien darf es auch schmaler sein.


Die Reißverschlusstasche vorne steppe ich von rechts ab und zeichne mir dafür die Steppnaht mit Kreidestift auf dem Oberstoff an. Wenn Ihr entlang dieser Linie das Innenteil der Tasche feststeckt, könnt Ihr sehen, ob es richtig sitzt und die erforderliche Anpassung vornehmen. 



Damit die Teilungsnähte von Vorder-/Rückenteil und Ärmeln gut aufeinandertreffen, hefte ich die Ärmel zunächst mit großem Geradstich der Nähmaschine ein. So lässt sich eine erforderliche Korrektur durch Trennen von wenigen Stichen ganz einfach erledigen und die finale Ovi-Naht verrutscht hinterher auch nicht mehr.




Die Knopflöcher an der Kapuze erhalten ihre Länge in Abhängigkeit von der Breite der Flachkordel. Probiert vorher unbedingt auf einem verstärkten Schnittrest des Stoffes Euer Wunschknopfloch so lange aus, bis Ihr die perfekte Größe und Stichdichte für Euren Kordelauslass habt. Dann klappt es auch auf dem verstärkten Schnittteil.

Den Tunnelzug könnt Ihr nach Kordelbreite etwas schmaler oder breiter absteppen, wunschgemäß über die gesamte Länge oder auch nur bis zum oberen Knopfloch.




Die Länge des Halsbündchens im Schnittmuster kann je nach verwendetem Material immer nur eine Orientierung sein. Weiche Rippen oder Fertigbündchen müssen immer mehr gedehnt werden als eine zur Stärke des Materials passende Rippe.


Heftet auch hier unbedingt immer mit großem Geradstich Eurer Nähmaschine vor und kürzt nötigenfalls das Halsbündchen ein, damit es gut anliegt. Ich versichere Euch, dass sich dieser Aufwand mehr als lohnt!

Gleiches gilt beim Einnähen der Kapuze. Heftet Ihr mit der Nähmaschine vor, ohne zu dehnen, dehnt sich der Ausschnitt auch bei der Ovi-Naht, die ein paar Lagen und Nahtkreuzungen zu schaffen hat, nicht mehr.


Wer jetzt noch einen Knoten im Kopf hat, findet ein TUTORIAL zum Einnähen der Reißverschlüsse hier
 
***

Ich bin sehr gespannt auf Eure Ideen und Euer feedback. Zeigt uns Eure Werke gerne mit den hashtags #hoodieemilea und #sweateremilea auf Instagram & Co.

Mein ganz besonderer Dank geht an Ellen und Dagmar von @schnittmusterberlin. Für die Idee, die angenehme und zwanglose Zusammenarbeit und die professionelle Umsetzung meiner Ideen in ein perfektes Schnittmuster mit super Passform. Selten hat mir Arbeit so viel Spaß gemacht!



Alles Liebe!
Manu


Schnittmuster: 


Material:

Hoodie grau weiß und Sweater jeansblau meliert*
Sweat, Reißverschlüsse (6,5mm ), Bündchen, Kordel (2cm),
 Ösen und Snappap (Label) - alles Snaply

 *Das Material wurde mir zum Nähen der Designbeispiele zur Verfügung gestellt.
 
 Sweater Pfeffer
Wolljersey und Halsbündchen (merchandandmills) by 1000Stoff
Reißverschluss (4,5mm) by Snaply 

Hoodie dunkelblau
Organic nep Sweat space (Mind the Maker), Reißverschluss
und dry oilskin (Ärmeltasche) by 1000Stoff 

Tutorial Reißverschlusstaschen Hoodie Emilea

für Endlos-Reißverschlüsse

Tipp: Schneidet die Reißverschlüsse für ein leichteres Handling etwas länger zu. Sie können später gekürzt werden.

WICHTIG: Achtet bei Endlos-Reißverschlüssen immer darauf, dass sich der Zipper zunächst in der Mitte befindet und auch beim Nähen nur soweit als nötig bewegt wird, da Ihr anderenfalls den Reißer zur Naht hin öffnet und dann nicht mehr gut fixiert bekommt. 

TASCHE IM VORDERTEIL


Vorab: Die vordere Teilungsnaht wird wegen des Reißverschlusses nicht mit der Ovi genäht. Wenn Euer Stoff versäubert werden soll oder muss, solltet Ihr das an dieser Stelle vorab erledigen. Erforderlich ist das aber nur bei wirklich stark fransenden Stoffen, ansonsten ist das Absteppen der Teilungsnaht völlig ausreichend.


Nachdem Ihr das Vorderteil im Bereich des Reißverschlusses gemäß Schnittmuster von hinten mit Bügelvlies verstärkt habt, legt Ihr den Reißverschluss rechts auf rechts bündig gemäß Foto an. Achtet unbedingt auf die Zugrichtung des Reißverschlusses, damit der Zipper nachher auch zur Mitte und nicht in Richtung Ärmel geschlossen wird. 

Jetzt näht Ihr mit dem Reißverschlussfüßchen Eurer Nähmaschine schön nah am Reißverschluss bis zu der im Schnittmuster gekennzeichneten Nahtzugabe, also beidseitig 1cm über die Aussparung hinaus. Verriegeln bitte nicht vergessen!

Dreht dann das Vorderteil um und schneidet die Ecken gemäß Foto bis zur Naht NUR im (verstärkten) Stoff ein. 

Achtet darauf, beim Schneiden nicht den Reißverschluss zu erwischen. 

Jetzt klappt Ihr den Reißverschluss hoch und danach die rechte Seite des Oberteils senkrecht nach links ein (siehe Foto). 

Entlang der gekennzeichneten Linie näht Ihr senkrecht und wiederholt dann das gleiche seitenverkehrt auf der linken Seite.

Das sieht dann so aus:

Jetzt könnt Ihr die Reißverschlussenden bis auf 5mm kürzen, so verschwinden sie später in der von hinten aufgesetzen Tasche und sind von innen nicht mehr sichtbar.

Ab hier könnt Ihr bequem nach Anleitung weiterarbeiten. Es wird die obere Passe rechts auf rechts angenäht.
Dann steppt Ihr die Tasche gemäß Anleitung - wahlweise unten eckig oder abgerundet - unter und die Teilungsnaht waagerecht ab, wobei die Tasche im oberen Bereich mitgefasst wird. 

Dabei verschwindet der Reißverschluss auf der rückwärtigen Seite des Vorderteils komplett in der Tasche.


ÄRMELTASCHE

Näht Ihr diese mit normalem Reißverschluss, sind die Enden des Reißverschlusses zugleich die umzuschlagenden Nahtzugaben.

Bei einem Endlosreißverschluss empfehle ich unbedingt ein Versäubern auf Taschenlänge. Das näht sich viel leichter und ermöglicht Euch zusätzlich einen feinen kleinen Akzent durch das Versäuberungsmaterial:

Ihr könnt dafür ein Schrägband, ein Stück Oilskin o.ä. verwenden. In jedem Falle empfehle ich Webware, weil Sweat dafür einfach zu dick ist.

Ihr legt ein Stück Schrägband in Reißverschlussbreite quer auf das Reißverschlussende und näht wie auf dem Foto ersichtlich.


Danach schlagt Ihr das Band um das Reißverschlussende. Fertig. (Ich steppe hier nicht noch zusätzlich ab, weil die Versäuberung seitlich von den Taschenteilen ausreichend mitgefasst wird)

Dann kürzt Ihr den Reißer auf die Höhe der Tasche ohne Nahtzugabe (siehe Foto) und fasst das andere Ende genauso ein.

Danach könnt Ihr den Reißverschluss rechts auf rechts an beide Teile der Tasche annähen. 

Achtet auch hier auf die Zugrichtung des Reißverschlusses. Das schmale Taschenteil muss bei geschlossenem Reißverschluss links sein. 

Ihr könnt jetzt nach Anleitung fortfahren. Die überstehende Nahtzugabe der Taschenteile wird um die Reißverschlussversäuberung nach innen eingeschlagen.

Last but not least.

Die aufgesetzte kleine Tasche könnt Ihr ganz variabel nähen. z.B. mittig des hinteren Taschenteils aufsetzen und bei Sweat an den Seiten und unten ohne Nahtzugabe offenkantig aufsteppen. Dann wird das ganze nicht zu dick.

Viel Spaß beim Nähen und gutes Gelingen. Zeigt mir Eure Werke gerne unter #hoodieemilea bei Instagram und Co.


Alles Liebe
Manu

Reißverschlüsse by Snaply
Plotterdatei Unikat by B.Style

Donnerstag, 6. Juni 2019

Shiftkleid aus Zuleeg Organicz

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Ein Shiftkleid stand schon länger auf meiner Liste. Schlichte Silhouette, geradlinige Schnittführung, nicht zu eng und unbedingt schulterfrei. Unkompliziert, bequem und luftig zugleich. Nicht elegant, sondern casual. Vielleicht mit Taschen. Ich liebe Kleider mit Taschen. Soweit meine Vorstellung. 

Vorstellung und Realität liegen aber bekanntlich oft weit auseinander. In diesem Fall ist das Ergebnis die Summe vieler kleiner Kompromisse und die (erneute) Erkenntnis, dass nicht jeder Schnitt von jedem tragbar ist. Eine weitestgehend untaillierte Schnittführung ist wegen meines Hohlkreuzes einfach ungeeignet, weshalb ich eine ganze Reihe von Anpassungen vornehmen musste.

Kompromisslos zufrieden bin ich mit der Stoffwahl, den Organicz von Zuleeg. Vernäht in den Farben Kornblume, Bächlein und Regenwolke. Eine etwas schwerere Bio-Baumwolle (310g/lfdm) mit wunderschöner Struktur, die durch konstrastige Köperbindung (diagonales Webmuster) aus jeweils zwei harmonischen Farben eine edle two tone Optik ergibt.  


Die Qualität des Stoffes trägt sich wunderbar weich, hat zugleich aber ausreichend Stand für dieses Kleid, ohne steif zu sein. 

Die unvermeidlichen Tragefalten wirken nicht zerknittert, sondern passen - wie bei Leinen oder Jeans - zur Struktur und Optik des Stoffes, finde ich.

Genäht habe ich das Burda Shiftkleid 04/2013 #109, das mir wegen seiner Minusschultern und des halsnahen Ausschnitts gefallen hat. Das Schnittmuster ist minimal tailliert und sieht Abnäher nur im Brustbereich vor. 

Ich habe wegen meines Hohlkreuzes für eine tragbare Optik die Taillierung in der Seitenlinie verstärkt, Rückenabnäher gesetzt und zusätzlich das hintere Schnittteil nicht im Bruch, sondern zweiteilig mit leichter formgebender Rundung im Rücken zugeschnitten. Auf einen Reißverschluss habe ich am Ende verzichtet, weil ich das Kleid auch so anbekomme.


Anstelle des vorgesehenen Futterkleides habe ich am Hals- und den Armausschnitten mit einem Besatz (Beleg) verstürzt und mit ein paar Handstichen fixiert. Mit der Hand genäht habe ich auch den Blindsaum. Alles in allem ein Zeitaufwand, der sich gelohnt hat. Ich mag die cleane Optik ohne Steppnähte sehr.

Ein How Do für Abnäher, Besatz verstürzen & Co. würde hier ausufern. Ich habe selbst einiges an Zeit mit googeln und der Umsetzung verbracht und einiges gelernt. Es finden sich für alles gute Anleitungen im Netz.

Und ich freue mich, dass ich am Ende noch die Geduld bewiesen habe, das Kleid für meinen Wohlfühllook um Nahttaschen zu ergänzen. 

Alles Liebe!
Manu


Schnittmuster: 
Shiftkleid Burda Style 4/2013 #109

Stoff: 
 (Farben Kornblume, Bächlein, Regenwolke)
 *Der Stoff wurde mir zum Nähen eines Designbeispiels zur Verfügung gestellt